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Dem Denkmalbegriff auf der Spur!
Canisiusstift Ahaus besucht Restaurierungswerkstätten

Was können alte Häuser erzählen? Warum und wie soll man sie erhalten? Diesen Fragen gehen die 25 Schülerinnen und Schüler des angehenden Leistungskurses Kunst 11.2 des Berufskollegs Canisiusstift Ahaus am 28. Juni 2010 zum Abschluss ihres Schuljahres nach.

Anschaulich wird der Stoff allerdings erst, wenn man den historischen Objekten gegenübersteht und sich von den Fachleuten der handwerklichen Denkmalpflege aus erster Hand informieren lassen kann.

Wolfgang Ronau, zuständig für das Marketing der Akademie Schloss Raesfeld e.V., nahm sich die Zeit, die Klasse durch das Schloss Raesfeld, die Werkstätten und den Außenbereich zu führen. Im restaurierten Rittersaal des Schosses wurde den Schülerinnen und Schülern anschaulich erklärt, welche Ziele der Denkmalschutz verfolgt und wie diese konkret umgesetzt werden.

Welche Farben man verwendete, nach welchen Rezepturen sie hergestellt wurden und wie man sie verarbeitete, erklärte Malermeister und Restaurator im Malerhandwerk Harald Lemmler an zahlreichen Beispielen in seiner Lehrwerkstatt. Bald war allen verständlich, warum es in dieser Malerwerkstatt so überhaupt nicht nach Lösungsmitteln riecht. Die verwendeten Bindemittel für die Farben sind z. B. Eigelb und Quark, also Lebensmittel.

Harald Lemmler zeigte den Schülerinnen und Schülern an Beispielen seiner Studenten, wie der Restaurator Schadstellen an Wandgestaltungen so retuschiert, dass das Gesamtbild erhalten bleibt, aber deutlich wird, was historisches Original und ist und was Retusche ist.

 

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