Es geht auch ohne VOB
Seit 2009 können Bauhandwerker die VOB/B nicht mehr in den Vertrag einbringen, ohne nachteilige Positionen im Streitfall zu haben. Über die Neufassung des Werkvertragsrechtes im BGB wird zwar diskutiert, aber derzeit ist der Handwerker häufig allein gelassen. In diesem Seminar werden in der Praxis erprobte Lösungen und praktische Handreichungen für die Auftragsabwicklung vom Angebot bis zum Zahlungseingang gegeben. Der Seminarinhalt beschränkt sich auf das Vertragsverhältnis mit dem „Verbraucher“ (Privatkunden).
Themen:
- Angebotsstrategien bei unklarer und fehlerhafter Ausschreibung
- Vor- und Nachteile einer „positiven“ oder „negativen“ Leistungsabgrenzung
- Bekommt der Pauschalvertrag neue Bedeutung bei selbst erstellten Angeboten?
- rechtliche und finanzielle Risiken bei der Vertragsgestaltung / rationelle einfache Vertragsgestaltung
- Auseinandersetzung mit öffentlich bekannten Vorschlägen zur Vertragsgestaltung
- Leistungsänderungen finanziell sichern (Mengenänderungen, notwendige Zusatzleistungen, nicht
notwendige Leistungen, geänderte Leistungen)
- Sicherung von Nachträgen auch bei Pauschalpreisen
- Abschlagsrechnungen nach BGB oder individuell vereinbaren?
- Vergütung sichern bei „Regiearbeiten“
- richtiges praktisches Verhalten bei Behinderung der Arbeiten
- Abnahmen sicher herbeiführen
- Aufmassregeln sind AGB! – eine unendliche Geschichte? – oder wie praxisgerechte Lösungen aussehen können.
- die häufigsten Fehler bei Gewährleistungs- und Haftungsansprüchen des Auftraggebers und wie man sie vermeidet
- Musterverträge und Musterbriefe in der aktuellen Fassung
Termin:
Herbst 2012
Arbeitsform:
Lehrgespräch, Praxisbeispiele, Tipps und Checklisten
Gebühr:
€ 280,00
Dozent:
Prof. Dr.-Ing. habil.
Ulrich Nagel, Fachhochschule Mainz
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