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Malmittel und Retuschierung in der restaurierung

Auf der Grundlage von Farb- und Bindemittelanalysen können die Art der Malerei erkannt, Schadensbilder richtig eingeschätzt und die Empfindlichkeit der Malerei bei durchzuführender Reinigung, Festigung, Entsalzung und gegebenenfalls Retusche berücksichtigt werden. Restaurierungsaufgaben sind daher immer mit der Frage nach den verwendeten Malmitteln und gegebenenfalls dem geeigneten Retuscheverfahren verbunden.

Dieses Seminar bezieht sich auf die Herstellung, Gewinnung, zeitliche Einordnung und chemische Zusammensetzung der Malmittel bis hin zur Gegenwart. In diesem Zusammenhang werden auch die dazugehörigen Bindemittelsysteme erläutert. In der Werkstatt werden unter Anleitung eines erfahrenen Diplomrestaurators verschiedene Malmittel analysiert und nachgewiesen. Zudem werden Retuschemöglichkeiten an beschädigten Farbfassungen vorgestellt und praktisch ausgeführt.

 

Themen:

  • Farbmittel
    - Herstellung und Gewinnung der Farbmittel
    - chemische Identifizierung
    - zeitliche Einordnung
  • Farben
    - Weiss / Gelb
    - Ocker / Braun
    - Rot / Schwarz
    - Blau / Grün
  • Bindemittel
    - Gummi arabicum
    - Polyurethan
    - Mowiol / Methylcellulose
    - Wallerglas / Kalkkasein
    - KSE (Kieselsäureesther)
    - Polyvinylacetat
    - Kalksinterwasser
    - Acrylfarben / Paraloid
    - Kalk / Tempera / Öl
  • Retusche
    - Geschichte der Retusche
    - Vollretusche / Nullretusche / Punktretusche / Neutralretusche
    - "Rigatino" (Trateggio und Strichelretusche)
    - "astrazione cromatica" (Farbabstraktion)
    - "selezione del colore" (Farbselektion)
    - "selezione effetto oro" (Goldselektion)

 

Gebühr:
€ 300,00

Arbeitsform:
Lehrgespräch, praktische Übungen

Termin:
Herbst 2011

Dozent:
Alfred Eimers, Restaurator für Gemälde und Skulpturen

 

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