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Stratigraphie

Datierungen und zeitliche Zuordnung von Befunden sind naturgemäß von großer Bedeutung für den restauratorischen Umgang mit Malereien und farblich gefassten Gegenständen. Gesicherte Erkenntnisse zum Alter von Denkmälern und Kunstwerken erleichtern den Entscheidungsprozeß, ob im Einzelfall konserviert, gereinigt, ein früherer Zustand freigelegt, retuschiert oder ergänzt wird.

In der Restaurierung ist die Stratigraphie eine Methode zur relativen Datierung. Die Stratigraphie oder Schichtenkunde befasst sich mit der Untersuchung übereinander liegender Schichten und deren räumlicher Abfolge. Dabei geht es keineswegs nur darum, eine bestimmte Fassung als vermeintlich wertvollste zu ermitteln. Vielmehr kann eine Stratigraphie die Objektgeschichte erfahrbar machen und dokumentiert dann den „ganzen Reichtum der Authentizität“ als Gegenstand moderner Denkmalpflege.

Das Seminar vermittelt den Teilnehmern die Stratigraphie als restauratorische Untersuchungsmethode und zeigt auf, wie und mit welchem Aufwand genaue Datierungen von Befunden durch die ergänzende Analysen möglich sind.

 

Themen:

  • Malschichten, Patina, Schmutzschichten
  • Visuelle Untersuchung, Schwarzlicht, Infrarotlicht
  • Anlegen einer Schichtentreppe
  • Werkzeuge und Techniken der mechanischen Freilegung
  • Werkzeuge und Lösemittel der chemischen Freilegung
  • Probeentnahme, Eingießen, Dünnschliff
  • Mikroskopische Analyse
  • Röntgenanalyse, Röntgenfluoreszenzanalyse
  • Massenspektrometrie, CT-Analyse
  • Befunddokumentation
  • Beispiele aus der restauratorischen Praxis
  • Herstellen von Musterplatten in verschiedenen Techniken
  • Einsatz und Anwendung für den Maler in der Praxis

 

Termin:
Herbst 2011

Arbeitsform:
Lehrgespräch, praktisch Übungen

Gebühr:
€ 300,00

Referent:
Alfred Eimers, Restaurator für Gemälde und Skulpturen

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