Restaurierungsmörtel und Steinersatz
Viele Baudenkmäler sind durch natürliche Verwitterung,
Umwelteinflüsse und unsachgemäße Behandlung stark beschädigt. Rettung erfolgt häufig erst dann, wenn es fast zu spät ist. Und dann sind Profis gefragt. Steinmetze und Steinbildhauer, die das Denkmal so instandsetzen, dass möglichst viel wertvolle Originalsubstanz erhalten bleibt. Das erfordert behutsame Arbeitsmethoden und den Einsatz ausgesuchter Materialien. Sie lernen im Seminar, welche Steinersatzmaßnahmen und Materialien für die verschiedenen Steinarten und -schäden geeignet sind und machen sich mit den Einsatzmöglichkeiten vertraut. Praktische Übungen zur Antragtechnik, Oberflächenbearbeitung und Verarbeitung von Restaurierungsmörtel bilden den Schwerpunkt des Seminars.
Themen:
- Schäden an Naturwerksteinen und ihre Ursachen
- Schadensbehebung (Restaurierungskonzeption)
- Steinergänzungsstoffe
- Für die unterschiedlichen Mörtel müssen die Oberflächen eine angepasste Feuchte aufweisen:
- lufttrocken: - bei Reaktionshartmörtel auf Epoxidharz und Polyurethanbasis
- feucht: - bei mineralischen und kunststoffmodifizierten Mörteln
- Durchführung von Steinergänzungsmaßnahmen
- Vorfestigung / Ausarbeiten von Schadstellen
- Reinigung / Armierung
- Applikation / Nacharbeiten ausgebesserter Stellen
- Ergänzen mit Vierungen
- Herstellen von Kopien
- Einbringen von Restauriermörtel in die Form
- Ausstampfen / Eingießen in die Form
- Nachbehandlung der Abgüsse
- Rechtsgrundlagen (VOB Teil C Naturwerksteinarbeiten)
Termin:
18. - 19. November 2011
(Freitag - Samstag)
Arbeitsform:
Lehrgespräch, Bild- und Modellanschauung,
praktische Übungen in der Werkstatt
Gebühr:
€ 285,00
Dozent:
Manfred Messing, Meister und Restaurator im Steinmetz- und
Steinbildhauerhandwerk
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