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Seminardetails:

Termin: In Planung
Zeiten: 1. Tag: 10:00 – 18:00 Uhr
2. Tag: 09:00 – 17:00 Uhr
Ansprechpartner: Torben Hartleff
Tel.: 02865 6084-14
t.hartleff@akademie-des-handwerks.de

In vergangener Zeit wurde das Holz für Fachwerk- und Dachkonstruktionen von den Zimmerleuten vor Ort zugerichtet. Durch Spalten, Bebeilen oder Sägen wurden die Rundhölzer zu Kanthölzern, Bohlen und Brettern gearbeitet. Diese wurden dann abgebunden, ausgearbeitet und das Tragwerk schließlich gerichtet. Bei genauem Hinsehen lassen sich die Bearbeitungsspuren dieser aufwendigen und schweißtreibenden Arbeit an historischen Holzkonstruktionen entdecken: Beilspuren, die typischen Sägespuren einer Klobsäge oder mit dem Dechsel bearbeitete Oberflächen.
Auch wenn die Bearbeitung mit historischen Werkzeugen in der heutigen Praxis nur selten zur Anwendung kommt, das Wissen darüber ist von besonderer Bedeutung: Nur wenn Sie die Bearbeitungsspuren erkennen und Kenntnisse über die bautechnischen und handwerklichen Bedingungen der Erbauungszeit haben, ist ein fachgerechter und verantwortungsvoller Umgang mit dem überkommenen Baubestand möglich.
In diesem praxisorientierten Seminar lernen Sie die historischen Arbeitstechniken der Zimmerer kennen und wenden Sie direkt an: Sie erfahren, wie Sie Rundhölzer anreißen und anschließend zu Kanthölzern bearbeiten. Mit der Axt spalten Sie Stämme zu Halb- oder Viertelhölzern. Anschließend bearbeiten Sie die Hölzer mit der Bundaxt und dem Breitbeil, bis ein Kantholz entstanden ist. Bohlen und Bretter sägen Sie mit der Schott- oder Klobsäge.
Je nach Verwendungszweck bearbeiten Sie die Hölzer noch weiter: Sie richten die gesägten Bohlen mit dem Schrupphobel und der Rauhbank ab. Sie versuchen sich an einer zimmermannsmäßigen Schnitzarbeit oder stellen mit Handhobeln eine Profilierung her.  

Seminarthemen:

  • Holzauswahl
  • Historische Holzbearbeitungswerkzeuge
  • Anreißen von Hölzern/ Rundhölzern
  • Spalten und Behauen von Rundhölzern zu Kanthölzern
  • Sägen von Bohlen und Brettern aus Rundhölzern
  • Bearbeitung von Werkstücken mit hist. Holzbearbeitungswerkzeugen wie Beil, Dechsel, Kreuzaxt, Stemmeisen, Spannsäge, etc.
  • Herstellen von Profilierungen
  • Wiederverwendung und Bearbeitung von Altholz

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Veranstaltungsform, Seminarzeiten und Dozent

2-tägiges Wochenendseminar mit Lehrgespräch, Unterweisung und praktischen Übungen auf dem Abbundplatz

Seminarzeiten:
1. Tag: 10:00 – 18:00 Uhr
2. Tag: 09:00 – 17:00 Uhr

Dozent:
Mathias Gläser, Meister und Restaurator im Zimmerhandwerk

Gebühr und Förderung

Seminargebühr:
€ 395,- (inkl. Getränke und Lehrunterlagen)

Fördermöglichkeit:
Bildungsscheck NRW

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